Ideologen verhindern die Beendigung des Krieges in der Ukraine

Es hat hunderttausend Menschenleben gekostet und viele Millionen Ukrainer mussten fliehen, weil Politiker der sogenannten Freien Welt dieses Volk aufgewiegelt und es ermutigt haben, dem letztendlich weitaus stärkeren russischen Militär die Stirn zu bieten. Anstelle zu warten, bis der verrückt gewordene russische Kriegsherr sein seliges Ende erreicht hat. Auf die Wiedervereinigung Deutschlands haben wir gewartet, bis es an der Zeit war, jahrzehntelang.

Ganz aktuell bietet sich die Möglichkeit, Frieden mit Putin zu schließen. Lasst doch im Osten der Ukraine ein Referendum abhalten, wie von Russland gerade gefordert! Im Donbas sind drei Viertel der Menschen Russen, die werden sich gerne dem großen Nachbarn anschließen, und das wäre auch richtig. Der Westen beharrt auf einem willkürlichen „Völkerrecht“, durch das aber das Volk seines Rechtes auf Selbstbestimmung beraubt wird. Anstelle dessen setze man das „Menschenrecht“, und frage die Menschen, die in Luhansk und Donezk wohnen: Sie würden sich wahrscheinlich dafür entscheiden, dass der Donbas Russland zugeschlagen wird!

Verantwortungsvolle Politiker würden die Chance nutzen und Putins Vorschlag aufgreifen. Sie könnten sich ausbedingen, dass sie die Volksabstimmung überwachen dürfen, damit die unterlegene Partei sich zufrieden gäbe. Das Ergebnis wäre vorhersehbar, es würde Putin in die Hände spielen und jedermann zeigen, dass er ein für ihn wichtiges Kriegsziel erreicht hat – man spricht dort zu drei Vierteln russisch und fühlt sich von Kiew unterdrückt. Muss sogar Strafe zahlen, wenn man in der Öffentlichkeit Russisch spricht. Putin könnte erhobenen Hauptes seinen Krieg beenden, und die real existierende Bedrohung der Welt durch seine Atomwaffen fände ein vorläufiges Ende.

In der Politik darf es nicht darauf ankommen, was sich jemand wünscht, sondern ausschließlich darauf, was man erreichen kann. So kann die Ukraine zum Beispiel nicht erwarten, dass sie die (ehemals ohnehin russische) Halbinsel Krim mit dem strategisch wichtigen Kriegshafen Sewastopol wieder zurück erhält, was die USA sehr freuen würde, deren Kriegsflotte (auch im tiefsten Winter) weltweit frei operieren kann. Und man sollte hier nicht auf den Rat eines amerikanischen Präsidenten hören: Washington wollte schon immer eine große Gas-Pipeline durch die Ostsee verhindern, und das Auftreten dieses Tattergreises vor Ort hatte vor kurzem nur das Kriegsgeschrei angefacht.

In Europa fehlt es uns in diesen Zeiten an klugen, verantwortungsvollen Politikern, die solche Zusammenhänge begreifen und in der Lage sind, günstige Gelegenheiten zu nutzen. Deutschland befindet sich heute in den Händen weltfremder und intellektuell völlig überforderter Ideologen, denen der Verstand fehlt und die uns noch den Atomtod bringen werden. Eine der blamablen grünen Figuren spricht von „Garantiesicherung“: Garantiert wird uns diese Sorte in den Ruin treiben!

Lübeck, 22. September 2022                                                                                    Winfried Stöcker

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